Goldene Stadt, bewegende Geschichte: Studienfahrt unseres Abschlussjahrgangs nach Prag
Am Montag, den 21. September 2026, hieß es für 62 Schülerinnen und Schüler der Klassen R10a, W10a3, W10a4 und W11a2 inklusive der vier begleitenden Lehrkräfte: Koffer einladen, einsteigen, losfahren! Vor der Schule in Aschaffenburg wartete bereits der Doppeldeckerbus, der uns in die tschechische Hauptstadt bringen sollte. Die Stimmung war von Anfang an gut, und nach der Ankunft ließ es sich niemand nehmen, am Abend noch die Umgebung unseres Hotels zu erkunden und erste Prager Eindrücke zu sammeln.
Der Dienstag stand ganz im Zeichen der Prager Altstadt. Bei einer dreistündigen Stadtführung lernten wir die berühmtesten Sehenswürdigkeiten kennen. Vom geschichtsträchtigen Wenzelsplatz ging es durch die verwinkelten Gassen bis zur Karlsbrücke, wo die zahlreichen Statuen, Straßenmusiker und der Blick auf die Moldau viele zum Fotografieren einluden. Den krönenden Abschluss bildete der Altstädter Ring: Pünktlich zur vollen Stunde versammelten wir uns vor dem Rathaus, um das Spiel der berühmten astronomischen Uhr mit ihren Apostelfiguren zu bestaunen.
Ein ganz anderer, deutlich ernsterer Tag erwartete uns am Mittwoch. Nach einem kurzen Besuch in der malerischen Stadt Leitmeritz fuhren wir weiter nach Theresienstadt. Im Ghettomuseum und bei der Besichtigung der Gedenkstätte setzten wir uns mit dem Schicksal der Menschen auseinander, die während der nationalsozialistischen Herrschaft hierher verschleppt wurden, unter ihnen viele Kinder. Die Zeugnisse, Zeichnungen und Lebensgeschichten gingen allen spürbar nahe. Es war schwere Kost, aber gerade deshalb ein unverzichtbarer Teil unserer Studienfahrt. Auf der Rückfahrt war es im Bus merklich stiller als sonst.
Am Donnerstag erklommen wir die Prager Burg, eine der größten Burganlagen der Welt. Der Aufstieg wurde mit einem herrlichen Blick über die Dächer der „Stadt der hundert Türme“ belohnt, und der imposante Veitsdom beeindruckte uns alle. Einen stimmungsvollen Abschluss fand unsere Fahrt schließlich bei einer Bootstour auf der Moldau. Ganz entspannt glitten wir an den Sehenswürdigkeiten vorbei, die wir in den vergangenen Tagen zu Fuß erkundet hatten, und ließen die Woche noch einmal Revue passieren.
Am Freitag, den 25. September, traten wir dann die Heimreise nach Aschaffenburg an, müde, aber mit vielen Erinnerungen im Gepäck. Die Fahrt nach Prag hat uns nicht nur eine wunderschöne Stadt gezeigt, sondern auch zum Nachdenken angeregt und die Gemeinschaft in unserem Abschlussjahrgang weiter gestärkt. Ein herzliches Dankeschön an alle, die zum Gelingen dieser Studienfahrt beigetragen haben!
Thomas Buck, Miriam Proplesch, Eva Schüßler und Carsten Schadt
